Ausbildung

 zum/zur Gewaltprävention Trainer/in

Berufsbegleitende Zusatzqualifizierung Gewaltpräventions Trainer/in 

Berufsbegleitende Zusatzqualifizierung Gewaltpräventions Trainer/in

Die Hauptaufgabe sehen wir darin, durch die Fortbildung zum Gewaltpräventions-Trainer überregional neue Multiplikatoren im Bereich Gewaltprävention zu schulen, welche die Thematik der Gewaltprävention dann in Kitas, Schul- und Jugendeintrichtungen weitergeben.

 

Die Ausbildung

 

Die öffentlichen Diskussionen über Jugendgewalt, Mobbing und Gewalt auf Schulhöfen dauern nun schon Jahre an. Ging man zunächst von einer periodenhaften Erscheinung aus, so muss man heute konstatieren, dass sich die Beschäftigung mit Jugendgewalt und Gewalt an Grund- und Gesamtschulen als Dauerthema etabliert hat. Gerade der Umgang mit „gewaltbereiten“ Kindern und Jugendlichen fordert die Fachkräfte in den schulischen und pädagogischen Institutionen zu neuen Handlungsmaßnahmen heraus.

Gleichzeitig fühlen sich die pädagogisch Verantwortlichen oftmals überfordert, wenn Kinder und Jugendliche immer wieder Grenzen überschreiten. Einstellungen und Probleme gewaltbereiter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener sind allein mit empathischer, verstehender Pädagogik nicht erfolgreich aufzulösen. Hier bietet Martin Zovak Pädagogik mit den Prinzipien und seinem eigenen Konzept Handlungsfähig, selbstbewusst und stark eine Hilfe, potentielle Gewaltsituationen zu verhindern oder zu deeskalieren.

In der Fortbildung werden verschiedene Ansätze aus der Gewaltbearbeitung und Gewaltprävention zu einem im Alltag praktikablen und erfolgreichen Arbeitsstil gebündelt. Das Spektrum reicht von Deeskalations-, Mediationsverfahren, Strategien gegen Mobbing bis hin zu konfrontativ-provokativen Methoden und Situationen aus dem alltäglichem Leben. Diese werden in Form von Rollenspielen theoretisch und praktisch widergespiegelt.  

Neben der persönlichen Kompetenzerweiterung und Erarbeitung einer grundsätzlichen Haltung werden auch die Umsetzung und Verankerung des Konzeptes Handlungsfähig, selbstbewusst und stark in den Kinder-,Schul- und Jugendeinrichtungen thematisiert. So steht für die unterschiedlichen Phänomene von gewalttätigem Verhalten ein umfassendes und differenziertes Handlungsset zur Verfügung, welches durch die Prävention im Keim erstickt werden soll.

Inhalte und Ziele

 

In der Ausbildung zum Gewaltpräventions-Trainer/in werden Sie zur Führungskraft für Konfliktlösungen ausgebildet. Die Ausbildung verbindet dabei theoretische Hintergründe und praktische Methodenanwendung. Sie ist aber vor allem praxis- und selbsterfahrungsbezogen angelegt. So werden konfrontative Interventionsstrategien geübt und somit auch selbst erfahren. Die Selbsterfahrung bringt den Teilnehmer/innen mehr Sicherheit im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Folgende Themen werden behandelt:

    •    Aktuelle Erklärungszusammenhänge von Gewalt

    •    Eigene aktive und passive Gewalterfahrungen

    •    Theorie und Anwendungspraxis von HSS (Handlungsfähig,selbstbewußt und stark) und Deeskalation

    •    Konzept- und Organisationsentwicklung für die eigene Praxis

    •    Anwendung der erlernten Methoden im Pädagogischen Alltag.

    •    Auseinandersetzung mit Bedürfnissen, Gefühlen und Interessen von Gewalttätern.

 

Methoden und Techniken

 

Die Fortbildung umfasst ein Training in folgenden Methoden:

 

    •    Deeskalation

    •    Rollenspiel  

    •    Körperhaltung und Körpersprache

    •    Erkennung von Haltungen, Meinungen, Denkmustern und Erfahrungen

    •    Methoden der Grenzziehung im Alltag zur Normverdeutlichung

    •    Konfrontative Gesprächsführung

    •    Training von handlungspraktischen Regeln und Strategien mit dem Ziel künftiger Gewaltfreiheit

 

Die Teilnehmer/innen

 

Die berufsbegleitende Fortbildung zum/zur Gewaltpräventions-Trainer/in ist konzipiert für die Aufklärung von Gefahren und dem Umgang mit schwierigen und gewaltbereiten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

 

Eingeladen sind zudem Berufsgruppen aus Jugendhilfe, Heimen, Kinder- und, Jugendfreizeiteinrichtungen und dem schulischen Bereich. Die Qualifizierung richtet sich an Fachkräfte, die einer konfrontativen Grundhaltung positiv gegenüberstehen.

 

Wir weisen darauf hin, dass die Ausbildungsbereiche nicht für Personen geeignet sind, die kein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis aufweisen können.

 

Die Teilnehmerzahl ist auf max. 8 Personen begrenzt. Eine zahlenmäßige Ausgewogenheit zwischen Männern und Frauen wird angestrebt.

 

Die Fortbildung beginnt mit einem Einführungsseminar.Die Kosten für das Einführungsseminar betragen 340,00,-€ und werden bei Vertragsabschluss auf die Gesamtkosten der Ausbildung angerechnet. 

Falls der Vertrag nicht zustande kommt, erhalten die Teilnehmer/innen für die Teilnahme am Einführungsseminar eine qualifizierende Teilnahmebescheinigung.

Abschluss

 

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung erhalten Sie ein Zertifikat und sind befähigt Gewaltpräventionen durchzuführen. Sie schließen die Weiterbildung erfolgreich ab, wenn Sie als Qualifikationsnachweis folgende Leistungen erbringen:

 

    •    Durchgängige Teilnahme an allen Kursabschnitten

    •    Schriftliche Hausarbeit zum Thema Gewaltprävention

    •    Beschreibung der Institution mit Stärken, Schwächen und Ressourcen

    •    Konzeptentwicklung zur Umsetzung von HSS und konfrontativer Prävention

    •    Vollständige Bezahlung aller Leistungen lt. Ausschreibung.

    •    Erfolgreiche Abschlusspräsentation und mündliche Prüfung

 

Die Weiterbildung umfasst insgesamt 12 Praxisseminare (laufende Kurse an Kitas und Schulen) in ca. 1 Jahr. Während eines Seminars erhalten die Teilnehmenden Aufgaben, die der Vertiefung und Einübung dienen. So wird bereits während der Fortbildung mit der Umsetzung und Reflexion des Erlernten begonnen.

 

Kosten

 

Die Gesamtkosten für die Weiterbildung betragen 2.949,00€. Wenn Sie sich zu einer Teilnahme entschieden haben, schließen wir mit Ihnen einen Ausbildungs-, Weiterbildungsvertrag als Gewaltprävention Trainer/in.

 

Es handelt es sich um ein Auswahlseminar. Die Kosten für das Auswahlverfahren belaufen sich auf

340,00€. Bei endgültiger Aufnahme werden die Kosten auf die Gesamtausbildung angerechnet. Die endgültige Teilnahme bzw. die Absage wird in schriftlicher Form spätestens 2 Wochen nach dem Auswahlseminar mitgeteilt.

 

Wichtig: Bitte beachten sie, dass zwingend erforderliche Unterlagen, wie das Führungszeugnis, vor Beginn Ihrer Ausbildung an uns zugesendet werden muss. Im Falle einer Verspätung behalten wir uns das Recht vor die Ausbildung an dieser Stelle abzubrechen.

Die nicht zugelassenen Bewerber erhalten eine Teilnahmebescheinigung/Zertifikat über das Seminar.

 

Nachzertifizierung

 

Zur Sicherung der Qualität der Gewaltpräventions- Trainer/in ist die erworbene Lizenz zukünftig spätestens 18 Monate nach Beendigung der Ausbildung zum Gewaltpräventions- Trainer/in im Rahmen einer Nachqualifizierung (2-Tagesseminar) zu aktualisieren.

Hierzu werden regelmäßig Termine angeboten.

Ort und Zeitpunkt werden vorab bestimmt und jedem Teilnehmer/in mitgeteilt.

 

Die Verpflichtung zur Nachzertifizierung gilt ab dem Datum der bestandenen Prüfung.

Gewaltpräventions-Trainer/in. 

 

Die ihre Lizenz aktualisiert haben, werden auf der Homepage veröffentlicht und erhalten eine aktuelle Urkunde mit dem Qualitätssiegel.